Wissenschaftlicher Beirat

Der Wissenschaftliche Beirat des Wissenschafts Campus Halle besteht aus acht externen international ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die vom Rektorat der MLU auf Vorschlag des Direktoriums und im Einvernehmen mit den wissenschaftlichen Geschäftsführungen der Leibniz-Institute für die Dauer von zunächst vier Jahren bestellt wurden.

Neben der Beratung ist die vorrangige Aufgabe des wissenschaftlichen Beirats die Evaluierung der Arbeit des WissenschaftsCampus. Die Evaluierung der wissenschaftlichen Arbeit erfolgt dabei nach folgenden Gesichtspunkten:

  • Exzellenz in Lehre und Forschung im Hinblick auf nationale Sichtbarkeit
  • gezielte Nachwuchsförderung,erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln und Stipendien
  • Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie zur Förderung von Forschung und Lehre sowie
  • Maßnahmen an der Schnittstelle Wissenschaft und Wirtschaft, die in Bezug auf Nachhaltigkeit geeignet sind, positive wirtschaftspolitische Effekte zu erzielen
Der wissenschaftliche Beirat des Wissenschafts Campus Halle setzt sich wie folgt zusammen (alphabetisch geordnet):.

Prof. Dr. Inge Broer
Prof. Dr. Inge Broer
Prof. Dr. Inge Broer

Prof. Dr. Inge Broer leitet seit 2003 den Lehrstuhl Agrobiotechnologie an der Universität Rostock. Frau Broer promovierte 1989 im Fach Genetik an der Universität Bielefeld und habilitierte an derselben Universität in den Fächern Genetik und Zellbiologie.

Der Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit liegt in der Nutzung von transgenen Pflanzen für eine nachhaltige Landwirtschaft. In den letzten Jahren beschäftigt sie sich vor allem mit der Produktion von Vakzinen und biologisch abbaubaren Polymeren in transgenen Pflanzen. Zusätzlich wird der Einfluss der Umwelt auf die Transgenexpression untersucht um einen stabile Expression im Feld zu gewährleisten. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Überprüfung der biologischen Sicherheit transgener Pflanzen, in erster Linie von Pflanzen, die in Ihrer Arbeitsgruppe erzeugt werden, aber auch in der Entwicklung von neuen und effektiven Analyseverfahren für einen optimierte Risikoabschätzung.

Neben vielen anderen Funktionen hält Frau Prof. Broer den Vorsitzt im Advanced Grant Panel LS9 Biotechnology des Europäischen Forschungsrates (ERC) und in der Kommission für genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Sie ist zusätzlich Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des IPK und berät das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz Mecklenburg Vorpommerns.

 

Prof. Dr. Christian Jung
Prof. Dr. Christian Jung

Prof. Dr. Christian Jung studierte in Göttingen Agrarwissenschaften und arbeitete nach seiner Promotion an den Universitäten Hannover und München, wo er sich 1992 mit einer Arbeit über molekulare Genomanalyse bei Nutzpflanzen habilitierte. Seit 1993 ist er Direktor am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Universität Kiel. Christian Jung beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturpflanzen. Dabei setzt er Methoden der molekularen Pflanzengenomforschung ein. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Regulation des Blühzeitpunktes bei Kulturpflanzen, Resistenzen gegen pflanzenparasitäre Nematoden und die genomweite Selektion von Mutanten nach EMS Mutagenese zur Identifizierung neuer pflanzlicher Prototypen für die Sortenzüchtung. Diese Arbeiten sind nicht nur für die molekulare Grundlagenforschung, sondern auch für die Pflanzenzüchtung von großer Bedeutung. Er ist Sprecher des DFG Schwerpunktes 1530 "flowering time control: from natural variation to crop improvement". Seit vielen Jahren tritt er in der Öffentlichkeit auf, um über molekulare Pflanzenzüchtung, vor allem aber über die Grüne Gentechnik zu referieren.

Prof. Dr. Bernd Müller-Röber
Prof. Dr. Bernd Müller-Röber

Prof. Dr. Bernd Müller-Röber ist Leiter der Abteilung für Molekularbiologie am Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam und Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm. Er ist stellv. Vorsitzender des BioÖkonomieRats.
Bernd Müller-Röber gilt als einer der führenden Experten im Bereich der Grünen Gentechnik in Deutschland. Nach dem Studium der Biologie und Philosophie in Tübingen, Marburg und Berlin promovierte Bernd Müller-Röber 1992 im Fach Biologie und habilitierte sich 1998 im Fachgebiet Molekulare Pflanzenphysiologie. Seit Mai 2000 hat er eine Professur für Molekularbiologie an der Universität Potsdam inne. Seine Arbeitsschwerpunkte sind pflanzliche Molekularbiologie und Genomforschung sowie angewandte Gentechnologie.

 

Prof. Dr. Uwe Sonnewald
Prof. Dr. Uwe Sonnewald
Prof. Dr. Uwe Sonnewald

Prof. Dr. Uwe Sonnewald leitet den Lehrstuhl für Biochemie im Department für Biologie an der Friedrich-Alexander University Erlangen-Nürnberg. Sonnewalds Forschungsschwerpunkt sind: Entwicklung und Regulation des pflanzlichen Primärmetabolismus, Entwicklung von biotechnologischen Verfahren zur Produktion von Arzneistoffen und industriellen Proteinen in der Landwirtschaft und Verbesserung der Lebensmittelqualität durch verbesserten Nährstoffgehalt und die Verringerung des allergen Potentials. Herr Sonnewald ist Mitglied in mehreren nationalen und internationalen wissenschaftlichen Beiräten. Von 2008 bis 2011 leitete Prof. Sonnewald das Department für Biologie und war Vize-Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander University Erlangen-Nürnberg. 1998 war er Mitbegründer der Biotechnologie Firma Sungene. Seit 1996 ist er Mitglied in der Arbeitsgruppe Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und erarbeitete die „Guidelines for the assessment of genetically modified plants used as production platform for non-food products". Von 2004 bis 2008 war er Fachgutachter der DFG für Pflanzenwissenschaften und Mitglied der Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung. Seit 2007 ist er Mitglied des Auswahlkomitees der Humboldt Stiftung.

 

Prof. Dr. Klaus Stenzel
Prof. Dr. Klaus Stenzel
Prof. Dr. Klaus Stenzel

Dr. Klaus Stenzel leitet das Forschungsinstitut Disease Control Monheim der Bayer CropScience AG in Monheim, Deutschland. Er hat Biologie an den Universitäten Giessen und Hannover studiert und promovierte bei Prof. Dr. Fritz Schönbeck. 1985 trat er in die Bayer AG in Leverkusen ein und arbeitete in verschiedenen Laborleiterpositionen in der Pflanzenschutzforschung. Nach einer Position im globalen Projektmanagement übernahm er die Leitung der Globalen Targetforschung der Bayer CropScience Forschung. Seit 2005 ist er in der Disease Control Forschung tätig und leitet ein Team von Biologen und Chemikern. Daneben ist Dr. Klaus Stenzel stellvertretender Vorsitzender des ‚Fungicide Resistance Action Committee' der Pflanzenschutzmittelindustrie, leitet dort die Arbeitsgruppe Sterolbiosynthese-Inhibitoren, und ist zur Zeit 1. Vorsitzender der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft e.V. mit Sitz in Braunschweig.

 

Prof. Dr. Heribert Warzecha
Prof. Dr. Heribert Warzecha
Prof. Dr. Heribert Warzecha

Prof. Dr. Heribert Warzecha leitet seit 2007 die Arbeitsgruppe Plant Biotechnology and Metabolic Engineering an der Technischen Universität Darmstadt. Nach dem Studium der Pharmazie und Promotion in Pharmazeutischer Biologie in Mainz 1998 ist das Hauptarbeitsgebiet die Produktion von Pharmazeutika in Pflanzen. Forschungsschwerpunkte sind die pflanzenbasierte Produktion von Proteintherapeutika und Impfstoffen als auch um die gezielte Modifikation des pflanzlichen Sekundärmetabolismus zur Gewinnung neuartiger Inhaltsstoffe. Prof. Warzecha ist Mitglied der Auswahlkommission „Moderne Anwendungen der Biotechnologie" des DAAD und Leiter des EU COST Programms „Plant Metabolic Engineering for high Value Products".

 

Prof. Dr. Justus Wesseler
Prof. Dr. Justus Wesseler
Prof. Dr. Justus Wesseler

Prof. Dr. Justus Wesseler hat den Lehrstuhl für Agrar- und Ernährungswirtschaft am Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München. Prof. Wesseler studierte an der Georg-August-Universität Göttingen Agrarwissenschaften, Studienrichtung Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus. Vor der Annahme des Rufes auf den Lehrstuhl an der Technischen Universität München hat Prof. Wesseler unter anderem an dem Institut für Gartenbauökonomie an der Leibniz Universität Hannover und am Lehrstuhl für Umwelt- und Ressourcenökonomie an der Universität Wageningen in den Niederlanden gearbeitet.

Prof. Wesselers Forschungsgebiet ist der Beitrag der Bioökonomie und der Agrar- und Ernährungswirtschaft im Besonderen zur nachhaltigen Entwicklung. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Bedeutung von Regulierungen in den Bereichen Biotechnologie und Bioenergie für die wirtschaftliche Entwicklung. Aktuelle Fragestellungen befassen sich unter anderem mit dem Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten sowie dem Beitrag der Landwirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung.

Herr Wesseler ist geschäftsführender Leiter des Forschungsdepartments für Agrarökonomie, Mitglied in dem Internationalen Konsortium für Angewandte Bioökonomie Forschung (ICABR), Mitherausgeber der Zeitschrift AgBioForum und Koordinator des EU geförderten Projektes Practical Implementation of Coexistence in Europe (PRICE).

 

Dr. Jens Weyen
Dr. Jens Weyen
Dr. Jens Weyen

Dr. Jens Weyen studierte von 1987 bis 1993 Agrarwissenschaften an der Justus-Liebig Universität Giessen. Im Anschluss daran promovierte er mit dem Thema „RAPD Kartierung von verschiedenen Resistenzgenen gegen den Gersten Gelbmosaik Virus Komplex". Anschließend arbeitete er bei der Saatzucht Hadmersleben GmbH als Wintergerstenzüchter und als Gast am IPK-Gatersleben an der Umwandlung von RFLP Markern mit einer Kopplung zu Resistenzgenen von Wintergerste zu PCR basierten Markern. Von 1997 bis 2007 leitete er die Saaten-Union Resistenzlabor GmbH. Von Ende 2007 bis 2014 war er Geschäftsführer der Saaten-Union Biotec GmbH. Dr. Weyen ist bei Saatzucht Josef Breun GmbH & Co. KG in Forschung und Entwicklung tätig.

Die wissenschaftlichen Interessen von Dr. Jens Weyen sind:

  • Entwicklung von Technologien zur Erzeugung doppelt haploider Linien in Raps, Weizen, Gerste, Roggen, Triticale, Hafer und Hartweizen,
  • Entwicklung von Markerapplikationen für effiziente Züchtungsstrategien, z.B. Marker gestützte Rückkreuzung, Genotypisierung und
  • Transformation von Raps, Lein und Getreide