Herzlich Willkommen

Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung nach UNO-Schätzungen von heute knapp über 7 Milliarden auf deutlich über 9 Milliarden Menschen ansteigen. Und ein Ende des Bevölkerungswachstums scheint danach auch nicht in Sicht zu sein. Gleichzeitig werden die Erträge der weltweit zur Verfügung stehenden landwirtschaftliche Nutzflächen aufgrund des Klimawandels zurückgehen und fossile Energieträger werden in absehbarer Zeit erschöpft sein. Die Menschheit steht u.a. aus diesen Gründen vor einem Paradigmenwechsel im Umgang mit der Natur. Vorhandene biologische Ressourcen müssen durch innovative Verfahren nachhaltiger als bisher genutzt werden. Hier kann die Bioökonomie maßgeblich dazu beitragen, diesen Herausforderungen zu entsprechen. Die Grundlagen der Bioökonomie sind die biotechnologische Forschung und die daraus resultierenden Innovationen im Bereich der Agrarwirtschaft sowie aller produzierenden Sektoren und dazugehörigen Dienstleistungen, die biologische Ressourcen (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen) entwickeln, produzieren, verarbeiten oder in irgendeiner Form nutzen (siehe Definition Bioökonomie).

Pflanzen stellen eine zentrale Säule der Bioökonomie dar, da sie die Grundlage allen Lebens sind und durch die Photosynthese die stoffliche Basis liefern, auf der unsere Gesellschaft aufgebaut ist. Schon heute sind wir nicht nur bei unserer Ernährung von Pflanzen abhängig, sondern auch in wesentlichen Bereichen, wie z.B. der Pharma- und Kosmetikindustrie.

Die pflanzenbasierte Bioökonomie ist eine der Schlüsselindustrien des 21. Jahrhunderts, um die zukünftige Bereitstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen nachhaltig zu sichern und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu überwinden. Der WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH) vereint weltweit führende Experten auf dem Gebiet der Pflanzen-, Agrar-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, um diesen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.

 

 

Neuigkeiten

Kryo-Rasterelektronenmikroskopie von künstlich erzeugten Blatthaaren/Trichome (Foto: Dr. Nico Dissmeyer)
Kryo-Rasterelektronenmikroskopie von künstlich erzeugten Blatthaaren/Trichome (Foto: Dr. Nico Dissmeyer).

Nature Communications: Spitzenforschung aus Halle zur Regulation von pflanzlichen Genen

Die Nachwuchsgruppe des Leibniz-WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH) unter der Leitung von Dr. Nico Dissmeyer hat herausgefunden, wie man Phänotypen "auf Knopfdruck" mit Hilfe von temperaturschaltbaren Eiweißen in Mehrzellern erzeugen kann. Diese Ergebnisse veröffentlichte nun erstmals die renommierte Fachzeitschrift Nature Communications. Die Nachwuchsgruppe wird gefördert durch den WCH und ist am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle angesiedelt.

Mittels eines temperaturempfindlichen "Sensors" ist es nun erstmals möglich, in lebenden Pflanzen und Insekten, also in mehrzelligen Organismen, gezielt die Menge von bestimmten Eiweißen (Proteinen) so zu steuern, dass dadurch deren Funktion oder biologische Aktivität innerhalb kürzester Zeit ein- und ausgeschaltet werden kann. Durch dieses neue Werkzeug der Genetik und Biotechnologie können Zellen erzeugt werden, deren Zielproteinlevel zwischen dem Normalzustand und dem vollkommenen Funktionsverlust rangieren. Indem Proteine schaltbar gemacht wurden, die wichtige Rollen in der Entwicklung des Organismus spielen, ist es beispielsweise gelungen, einzelne pflanzliche Zell- und Gewebetypen auszubilden und darüber hinaus Proteinfunktionen in Hefe und Fruchtfliegen zu steuern.

„Mit unserer Forschung liefern wir der Synthetischen Biologie einen komplett neuartigen Baustein, mit denen Proteinfunktionen und Enzymaktivitäten "on demand" moduliert werden können. Ein Durchbruch ist meines Erachtens die Möglichkeit, Zellen auf der pflanzlichen Blattoberfläche ganz gezielt auszubilden. Diese wollen wir als zelluläres Gerüst von molekularen Mikrofabriken verwenden“, so Dr. Nico Dissmeyer.

Die Nachwuchsgruppe des WCH erforscht grundlegende molekulare Mechanismen der Erkennung und des Abbaus pflanzlicher Eiweißstoffe. Proteine zählen zu den wichtigsten Bestandteilen aller lebenden Zellen und übernehmen verschiedene essentielle Aufgaben, die von zellulären Bau- und Botenstoffen über Energiespeicher bis hin zu biochemischen Katalysatoren (Enzymen) reichen.

Faden et al. Phenotypes on demand via switchable target protein function in multicellular organisms. Nature Communications, doi: 10.1038/NCOMMS12202, http://www.nature.com/naturecommunications

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BioEconomy Summer School

From the 5th to the 9th September 2016 the ScienceCampus Halle organizes the BioEconomy Summer School.

The first two days of the summer school will be dedicated to lectures and one workshop and the three last days to soft skill trainings.

Conferences´ and workshop topics:
• Bioethics
• Good scientific practice
• Biodiversity
• High value products

Soft skill courses´ topics:
• Scientific writing
• Media training
• Rhetoric skills

Soft skill courses are directed at graduate students and postdocs.
Participation is expected for the entire program (two soft skill courses and all conferences).

You can find the complete program here.

For attending the complete summer school please apply also until 24th August 2016 at info@sciencecampus-halle.de

Participation is free of charge.

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Masterpräsentation: Bio, Ökonomie und die Hoffnung aus Stroh Gold zu machen

Am 11. Juli ab 15 Uhr wird die WCH- Masterstipendiatin, Christin Mannewitz, ihre Abschlussarbeit in Textildesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle präsentieren.

Masterpräsentationen Textildesign

Montag, 11.07.2016

15 Uhr, 

Christin Mannewitz

Villa Raum 102

 

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Gefördert durch

Hugo Junckers Preis Signet

Links

Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie

Spitzencluster BioEconomy

BioÖkonomieRat

European Commission: Website zum Thema Bioökonomie

The International Consortium on Applied Bioeconomy Research

Wissenschaft in Halle

Hochschulkooperationen der Leibniz Gemeinschaft

Film: Bioökonomie im Alltag

 

Gründungsmitglieder Assoziierte Mitglieder
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