Herzlich Willkommen

Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung nach UNO-Schätzungen von heute knapp über 7 Milliarden auf deutlich über 9 Milliarden Menschen ansteigen. Und ein Ende des Bevölkerungswachstums scheint danach auch nicht in Sicht zu sein. Gleichzeitig werden die Erträge der weltweit zur Verfügung stehenden landwirtschaftliche Nutzflächen aufgrund des Klimawandels zurückgehen und fossile Energieträger werden in absehbarer Zeit erschöpft sein. Die Menschheit steht u.a. aus diesen Gründen vor einem Paradigmenwechsel im Umgang mit der Natur. Vorhandene biologische Ressourcen müssen durch innovative Verfahren nachhaltiger als bisher genutzt werden. Hier kann die Bioökonomie maßgeblich dazu beitragen, diesen Herausforderungen zu entsprechen. Die Grundlagen der Bioökonomie sind die biotechnologische Forschung und die daraus resultierenden Innovationen im Bereich der Agrarwirtschaft sowie aller produzierenden Sektoren und dazugehörigen Dienstleistungen, die biologische Ressourcen (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen) entwickeln, produzieren, verarbeiten oder in irgendeiner Form nutzen (siehe Definition Bioökonomie).

Pflanzen stellen eine zentrale Säule der Bioökonomie dar, da sie die Grundlage allen Lebens sind und durch die Photosynthese die stoffliche Basis liefern, auf der unsere Gesellschaft aufgebaut ist. Schon heute sind wir nicht nur bei unserer Ernährung von Pflanzen abhängig, sondern auch in wesentlichen Bereichen, wie z.B. der Pharma- und Kosmetikindustrie.

Die pflanzenbasierte Bioökonomie ist eine der Schlüsselindustrien des 21. Jahrhunderts, um die zukünftige Bereitstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen nachhaltig zu sichern und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu überwinden. Der WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH) vereint weltweit führende Experten auf dem Gebiet der Pflanzen-, Agrar-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, um diesen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.

 

 

Neuigkeiten

Dr. Astrid Junker zeigt stolz die Phänotypisierungsanlage

Studierende entdecken das IPK

Automatische Phänotypisierungen, eine Fülle an Samen in der Gendatenbank und die brandneue Pflanzenkulturhalle - Studierende des Master-Moduls "Nachwachsende Rohstoffe" konnten bei einer durch den WissenschaftsCampus Halle (WCH)veranstaltete Exkursion am Freitag, 16.11 hautnah Einblick in die Infrastruktur und Forschung des IPK (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenzüchtung) erhalten. Nach einer kurzen Einführung in die Tätigkeit des IPK durch Regina Devrient, Verantwortliche für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit es IPK, sowie einen Überblick über den WCH standen zwei Forscher Rede und Antwort und führten die Gruppe, die durch den Modulleiter Dr. Jan Rücknagel begleitet wurde, über das Gelände und in die einzelnen Forschungsabteilungen.

Zunächst wies dabei Dr. Börner in die Gendatenbank ein, die die Vielfalt an Nutzpflanzen widerspiegelt. Sammlungen von Zehntausenden von Pflanzensamen werden hier bei -18° dauerhaft verwahrt du regelmäßig auf ihre Keimfähigkeit überprüft – alle 50 Jahre dürfte dabei ein Mitarbeiter die selbe Samenart testen. Regelmäßiges Ausbringen auf das Feld wird nötig, um neue Samen zu ziehen – schließlich werden für die Forschung des PK oder anderer Forschungseinrichtungen weltweit beständig Proben gebraucht, die vom IPK kostenlos zur Verfügung gestellt werden.  Pflanzen wie die Kartoffel hingegen, die sich vegetativ fortpflanzen, wachsen bei konstanten Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und werden dauerhaft angezogen, um die Population zu erhalten. Umfangreiche Herbarien ergänzen die Sammlung.

Anschließend führte Dr. Junker durch die Phänotypisierungsanlage. Auf hydraulischen Förderbändern werden die Pflanzen bewegt, fotografiert und die Phänotypisierungsdaten gleich ausgemessen. Für besondere Begeisterung sorgte ein Blick in die neue Pflanzenkulturhalle, in der unter möglichst ackernahen Bedingungen die Versuchspflanzen Wind und Licht ausgesetzt werden.

Die Exkursion ließ bleibenden Eindruck zurück, der vielleicht den einen oder anderen Studierenden dazu motiviert, sich näher mit der Forschung am Wissenschaftscampus oder am IPK speziell auseinanderzusetzen.

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Dr. Pascal Pecher gibt einen einblick in komlexe Aromenforschung (Foto: Ina Volkhardt/WCH)

Bioökonomie to go

Heißer Tee in kalten U-Bahnhöfen im November in Berlin – ein Stück Wissenschaft, zu dem niemand nein sagen kann. Am Do, 08.11.2018 präsentierte der Wissenschaftscampus Halle zusammen mit dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie aktuelle Forschungsthemen bei der Aktion "Mind the Lab" in Berlin. Am U-Bahnhof Berlin Fiedrichstraße konnten Passanten bei einem Geruchs-Quiz verschiedene Aromen erraten, die Dr. Pascal Pecher aus seiner wissenschaftlichen Praxis gern näher erläuterte. Zudem luden Zuckeralternativen aus Pflanzen, z.B. der japanischen Hortensie, in Form von Blättern, Raspeln oder Tee zur Verkostung ein. Denn Vanillearoma aus Holz und Süßstoffe aus Hortensien - Pflanzen sind nicht nur wertvolle Nahrungs- und Futtermittel sowie Lieferanten von Biomasse, sondern auch essentiell in der Herstellung von Geruchs- und Geschmacksstoffen. Forscher und Öffentlichkeit kamen so aktiv ins Gespräch, Einblicke in die Aromenforschung kamen hier ebenso zur Sprache wie Praxisrelavanz von Forschung, kritische Aspekte der Gentechnologie oder das Spektrum der Tätigkeiten von Naturwissenschaftlern. Dieser unkonventionelle, offene Zugang zu Wissenschaft fand positive Resonanz und starken Zuspruch im Laufe der 6-stündigen Schau.

 

An der Aktion, die im Rahmen der science week stattfand, beteiligten sich zahlreiche weitere regionale Forschungseinrichtungen, die insgesamt 6 Berliner U-Bahnhöfe mit Live-Experimenten, Mitmach-Aktionen und Vorführungen bespielten. Ziel war es, Passanten an Berliner U-.Bahnhöfen in der kurzen Wartezeit Wissenschaft und Forschung nahezubringen - spannend, aktuell und "to go".

Weitere Informationen zum ungewöhnlichen Format "Mind the lab" unter: http://berlin.mindthelab.org/

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Deutsch-französischer Austausch: Round Table discussion

Die Zukunft der Pflanzen Metablom-Forschung

Am 16. und 17. Oktober 2018 fand unter dem Dach des WissenschaftsCampus ein Treffen französischer Forscher des INRA und Wissenschaftler des WissenschaftsCampus Halle (WCH) am  Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) statt, das Franco-German Symposium on Plant Metabolomics.  Ziel war es, gegenseitig Einblick in  die aktuelle Forschung zu bieten, Gemeinsamkeiten zu entdecken und anschließend gemeinsam mögliche Kooperationen auszuloten.

Während sich der erste Tag mit wissenschaftlichen Kurzvorträgen noch hauptsächlich dem Kennenlernen widmete, standen am zweite Tag  des Symposiums im Zeichen der anstehenden Kooperationen.

Gegliedert zu drei Themenbereichen (Tools: Spectroscopy, spectrometry and Informatics, Bioactive natural products from plants und Plant adaptation to the environment) erläuterten Wissenschaftler beider Länder Ihre aktuellen Arbeiten auf dem Gebiet der Pflanzen Metabolomics. Ab dem Nachmittag dann folgten erste Diskussionen zur Art der möglichen Zusammenarbeit, von gemeinsamen Summerschools über Gastwissenschaftler bis hin zu gemeinsamen Forschungsanträgen. Am zweiten Tag dann wurde es konkret: In parallelen Round Table Discussions erarbeiteten die Teilnehmer mögliche Kooperationen, die anschließend in einer Panel discussion vorgestellt und zusammengeführt wurden. Der Plan eines gemeinsamen Forschungsantrages war ein konkretes Ergebnis des Symposiums.

Zahlreiche neue Impulse konnten die Forscher so zurück nach Frankreich und die Wissenschaftler des WCH ebenso nach Hause nehmen, die ersten Weichen für eine Kooperation sind gestellt.

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Gefördert durch

Hugo Junckers Preis Signet

Links

Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie

Spitzencluster BioEconomy

BioÖkonomieRat

European Commission: Website zum Thema Bioökonomie

The International Consortium on Applied Bioeconomy Research

Wissenschaft in Halle

Hochschulkooperationen der Leibniz Gemeinschaft

Film: Bioökonomie im Alltag

 

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