Unternehmerfrühstück: Prozesskette von natürlichen Ressourcen bis zu high-value Produkten

Am 29. September 2017 hat der WissenschaftsCampus Halle gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) erstmals zum produktiven Frühstück für Unternehmen aus der Chemiebranche eingeladen. Im Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) wurden den 20 TeilnehmerInnen am Morgen effiziente und nachhaltige Technologien vorgestellt und die Chance zur Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geboten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der European Biotech Week statt.

„Wir bieten den regionalen Unternehmen die Möglichkeit, sich in ungezwungenem Rahmen über die Stärken der Wissenschaftslandschaft im Süden Sachsen-Anhalts zu erkunden. Sie können Kontakte für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte und Förderungen knüpfen und Partner zur Lösung ihre kundengetriebenen Herausforderungen finden“, so Prof. Dr. Ludger Wessjohann, Sprecher des WissenschaftsCampus Halle. In seinem Vortrag erläuterte er den Anwesenden zudem Beispiele von Pflanzen und Pilzen, die als Ideengeber für neue Produkte oder Prozesse fungieren und von Unternehmen bereits erfolgsbringend umgesetzt werden.

Darüber hinaus präsentierte Andreas Krombholz vom Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) und vom Leistungszentrum Chemie und Biosystemtechnik seinen Ansatz für die pflanzenbasierte Bioökonomie im Bereich der Schaum- und Dämmstoffe. Dr. Heike Sträuber vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erläuterte ihre Forschung rund um Vergärungsprozesse ohne Sauerstoff für die Bioraffinerien der Zukunft, an der sie bereits durch die Unterstützung von zwei Industriepartnern intensiv arbeitet. Im Anschluss an die sehr angeregten Gespräche unter den TeilnehmerInnen wurden die Eindrücke und Vernetzungen bei einer Führung von IPB-Pressereferentin Sylvia Pieplow durch die Phytokammern und Gewächshäuser des IPB vertieft.

Grüne Produkte werden immer häufiger am Markt nachgefragt. Im Land Sachsen-Anhalt liegen gute Bedingungen vor, die Anzahl der grünen Betriebsgründungen zu steigern. Das A und O für die Transformation zu einer biobasierten und nachhaltigen Industrie ist die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, die mit Veranstaltungen dieser Art vorangetrieben wird. Ein weiteres Unternehmerfrühstück mit der IHK ist nach dem ersten Erfolg vorgesehen.

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