Mit Bioökonomie die Welt ernähren?

WissenschaftsCampus Halle präsentiert Forschung der Martin-Luther-Universität bei Internationaler Grüner Woche in Berlin

Vom 17. bis 26. Januar 2020 fand in Berlin die alljährliche Internationale Grüne Woche statt. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) präsentierte sich in der Sachsen-Anhalt Halle am Gemeinschaftsstand der Wissenschaft mit dem Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (NutriCARD) und dem WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH).

Im Zentrum der allgemeinen Diskussionen auf der Grünen Woche standen in diesem Jahr besonders die Herausforderungen des Klimawandels für die Land- und Ernährungswirtschaft sowie Lösungsansätze für nachhaltige, ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktionsverfahren. Hier konnte der WCH einen wichtigen Impuls geben, indem er als Teillösungsansatz die Erhöhung der Biodiversität auf dem Acker vorstellte. Mittels moderner Züchtungsverfahren lässt sich die Vielfalt der Kulturpflanzen durch das Einkreuzen ursprünglicher Vorfahren unserer Kulturarten steigern. So wurden durch Kreuzungen einer Kulturgerstensorte mit 25 diversen Wildgersten an der MLU besonders tolerante Gerstenlinien (HEB-25) entwickelt, die sich durch eine hohe Ertragsstabilität bei abiotischen Stressfaktoren wie Trockenheit und Hitze auszeichnen. Dementsprechend konnten verschiedenenartige Gerstenähren, u.a. eine schwarzfarbige, von den zahlreichen Interessierten begutachtet werden. Und auch eine Kostprobe durfte natürlich auf der Ernährungsmesse nicht fehlen. Die rotgefärbten Heidesandkekse des WissenschaftsCampus Halle waren aus anthocyanhaltigem Weizen gebacken, dem sogenannten Purpurweizen. Eine alte Getreidesorte, die natürlicherweise den roten Pflanzenfarbstoff Anthocyan enthält, der als gesundheitsfördernd gilt.

Insgesamt kann die IGW jedes Jahr rund 1.750 Aussteller aus 61 Ländern und 400.000 Messe- und KongressbesucherInnen aus 75 Ländern verzeichnen.

Zurück