Mitglieder

Der Wissenschafts Campus Halle verbindet die vier Leibniz-Institute der Region, das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB), das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in interdisziplinärer Weise mit den thematisch korrespondierenden Fachbereichen der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg (MLU) und den MLU-Instituten Interdisziplinäres Zentrum für Nutzpflanzenforschung (IZN) und Agrochemisches Institut Piesteritz (AIP).

Gründungsmitglieder

Naturwissenschaftliche Fakultät I der MLU (Nat. Fak. I)
MLU, Nat. Fak. I, Biologicum (© MLU, Maike Glöckner)
MLU, Nat. Fak. I, Biologicum (© MLU, Maike Glöckner)

Die Naturwissenschaftliche Fakultät I umfasst die Institute für Biochemie, Biologie und Pharmazie. Die international ausgerichtete und drittmittelstarke Forschung fokussiert auf die drei Schwerpunkte Proteinbiochemie, molekulare Pflanzenforschung und Biodiversität. Beispielhaft seien hier genannt das Proteinzentrum, in dem an der Struktur, Dynamik und biologischen Funktion von Proteinen auch unter medizinischen Aspekten geforscht wird, das Zentrum für Innovationskompetenz, und eine Konzentration von Forschungsverbünden, die pflanzliche Prozesse wie molekulare Mechanismen der Informationsverarbeitung und Stressreaktionen untersuchen.

Naturwissenschaftliche Fakultät II

Die Naturwissenschaftliche Fakultät II, bestehend aus den drei Instituten Chemie, Physik und Mathematik, vereint Forschungs- und Lehrkompetenz auf dem Gebiet der Material- und Biowissenschaften. Die kooperativ und international ausgerichtete Forschung ist in die Gebiete funktionale Festkörpergrenzflächen, Photovoltaik/ erneuerbare Energien, nanostrukturierte Polymere und biorelevante Materialien orientiert. Biochemie und Biophysik von Proteinen und Membranen sowie bioorganische und Umweltchemie biologisch aktiver Naturstoffe bilden dabei einen Fokus des biologisch orientierten Schwerpunktes. Fragestellungen der Bioökonomie werden von den Mitgliedern der Naturwissenschaftlichen Fakultät II nachhaltig entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Agrarwirtschaft begleitet. Die Kompetenzen reichen u. a. von der Analytik niedermolekularer bis hin zu hochmolekularen pflanzlichen Ausgangsmaterialien, deren zielgerichtete Modifikationen durch effiziente Synthesen, bis hin zu der theoretischen und praktischen Optimierung ganzer Prozessketten.

Naturwissenschaftliche Fakultät III der MLU (Nat. Fak. III)
MLU, Nat. Fak.III, Von-Seckendorff Platz, Campus Heide-Süd (© MLU)
MLU, Nat. Fak.III, Von-Seckendorff Platz, Campus Heide-Süd (© MLU)

Die Naturwissenschaftliche Fakultät III besteht aus den drei Instituten für Agrar- und Ernährungswissenschaften, Geowissenschaften und Informatik. In Forschung und Lehre folgen die Institute einem systemorientierten Ansatz, bei dem Systemverständnis, Analyse, Entwicklung und Wechselwirkungen im Fokus stehen. Von besonderer Relevanz für Kooperationen im WissenschaftsCampus Halle sind Forschungsarbeiten zur pflanzenbasierten Agrarforschung, zur molekularbiologischen und biotechnologischen Optimierung der Leistung von Nutzpflanzen und deren Interaktionen mit Mikroorganismen sowie wissenschaftliche Arbeiten zur betriebs- und volkswirtschaftlichen Analyse der Agrarproduktion. Komplementär zu den Forschungsaktivitäten der drei Institute werden in der Lehre aktuell sieben Bachelor-, acht Master- und zwei Lehramtsstudiengänge angeboten. Die Bioökonomie-Forschungskompetenzen der Naturwissenschaftlichen Fakultät III reichen von der effizienten und ökonomischen Ressourcennutzung über die Entwicklung nachhaltiger landwirtschaftlicher Anbausysteme, Untersuchungen zu ertragsphysiologischen Prozessen, molekulare und physiologische Grundlagen bis hin zu Georessourcen in Geo- und Landnutzungs-Systemen, Klimawandel/ Sozialer Wandel – Anpassungsstrategien und Landnutzungsmanagement. Dabei leistet die Bioinformatik wesentliche Beiträge in der integrativen Analyse großer Datenmengen, die etwa durch „next generation sequencing“ oder durch bildhafte Sensoren generiert werden.

Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Universale Knappheit befördert soziale Konflikte. Zu deren Lösung kann auf gegenseitige Besserstellung gezielt werden, um trotz divergierender Sachinteressen gemeinsame Regelinteressen an einer erfolgreichen Konfliktüberwindung zu aktivieren. Die Aktivierung durch institutionelle Anreize, die Umsetzung auf Prozesse, deren empirische Überwachung sowie Konsequenzen auf institutioneller Ebene bilden den Kern der Governance-Forschung zur theoretisch und empirisch fundierten Gestaltung der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung am Wirtschaftswissenschaftlichen Bereich der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)
Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien  (© IAMO)
Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) (© IAMO)

Das IAMO widmet sich der Analyse von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungsprozessen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie in den ländlichen Räumen. Sein Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der sich erweiternden EU über die Transformationsregionen Mittel-, Ost- und Südosteuropas bis nach Zentral- und Ostasien. Das IAMO entwickelt Handlungsalternativen, die zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung des Agrar- und Ernährungssektors sowie zur Verbesserung der Lebensumstände der ländlichen Bevölkerung beitragen.

(http://www.iamo.de)
 

Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB)
Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (© Tom Fechner)
Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (© Tom Fechner)

Im Mittelpunkt der Forschung des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) stehen die strukturelle Diversität und Biosynthese sowie die biologischen Funktionen und Wirkmechanismen von pflanzlichen und pilzlichen Naturstoffen, insbesondere von spezialisierten Stoffwechselprodukten und chemischen Signalträgern. Ziel ist es, zu einem umfassenden Verständnis der Anpassungs- und Entwicklungsprozesse zu gelangen, die aus dem Wechselspiel von Pflanzen mit ihrer Umwelt resultieren. Die dadurch bedingten Veränderungen in Genexpression und Phänotyp der Pflanzen werden in interdisziplinären Ansätzen auf den Ebenen des Genoms, des Proteoms und insbesondere des Metaboloms erforscht. Die gewonnenen Erkenntnisse eröffnen neue Wege für eine pflanzenbasierte Bioökonomie. Sie dienen einer ressourcenschonenden Pflanzenproduktion, innovativen Biotechnologie und Wirkstoffentwicklung, und damit der Gesundheit und Ernährung von Mensch, Tier und Pflanze.

(http://www.ipb-halle.de)
 

Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK)
Luftbildaufnahme des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) (© IPK)
Luftbildaufnahme des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) (© IPK)

Das IPK ist eine international führende wissenschaftliche Einrichtung auf den Gebieten der Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung. Die Forschungsarbeiten und Serviceleistungen tragen substanziell zur Erhaltung, Erforschung und Nutzbarmachung der Kulturpflanzenvielfalt bei. Die Forschungsziele sind auf eine effiziente und nachhaltige Nahrungs-, Energie- und Rohstoffversorgung und damit auf die Bewältigung globaler umweltbezogener Herausforderungen ausgerichtet. Zusammen mit ansässigen pflanzenbiotechnologischen Firmen bildet das IPK als Nukleus mit dem Biotech-Campus Gatersleben ein bedeutendes Zentrum der Grünen Biotechnologie.

(http://www.ipk-gatersleben.de)
 

Assoziierte Mitglieder

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH),(© IWH)
Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH),(© IWH)

Die Aufgaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung und wirtschaftspolitische Beratung auf wissenschaftlicher Basis. Das IWH betreibt evidenzbasierte Forschung durch eine enge Verknüpfung theoretischer und empirischer Methoden. Dabei stehen wirtschaftliche Aufhol- und Wachstumsprozesse sowie die Rolle des Finanzsystems bei der (Re-)Allokation der Produktionsfaktoren sowie für die Förderung von Produktivität und Innovationen im Mittelpunkt.

(http://www.iwh-halle.de)
 

Interdisziplinäres Zentrum für Nutzpflanzenforschung (IZN) der MLU

Das IZN ist ein offener Forschungsverbund, bestehend aus agrar- und biowissenschaftlichen sowie pharmazeutischen Arbeitsgruppen der MLU sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt. Dazu gehören aktuell die Leibniz-Institute IPB und IPK sowie das Julius-Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg. Durch das IZN werden Forschungsprojekte an Nutzpflanzen gefördert, die sich auf Grundlagen- und Anwendungsebene mit den landwirtschaftlich relevanten Themen „Resistenz gegen biotischen Stress" und „Toleranz gegen abiotischen Stress" beschäftigen. Mit seinen Aktivitäten ist das IZN darauf ausgerichtet, die nutzpflanzenwissenschaftliche Forschung in Sachsen-Anhalt zu profilieren und die Region als ein Zentrum der agrarwissenschaftlichen Forschung in Mittel- und Ostdeutschland zu etablieren. (http://www.uni-halle.de/izn)
 

Agrochemisches Institut Piesteritz e. V. (AIP)
Sitz des AIPs (© AIP)
Sitz des AIPs (© AIP)

Das AIP ist ein An-Institut der MLU. Fünf Institute der MLU und das IPB gewährleisten hier ein breites Spektrum interdisziplinärer Arbeit von der Landwirtschaft über die Biochemie bis hin zur Pharmazie und den Ingenieurwissenschaften. Ziel des Institutes ist es, das Zusammenwirken von Praktikern und Wissenschaftlern für die Entwicklung und den Einsatz agrochemischer Produkte zum Zwecke der wissenschaftlichen Forschung zu unterstützen. Darüber hinaus ist es Vereinsziel, Landes- und kommunale Behörden und deren öffentliche Einrichtungen zu beraten, einen Beitrag zur Förderung des Technik- und Umweltbewusstseins zu leisten und aktiv die Förderung der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu unterstützen. (http://www.aip.uni-halle.de)
 

Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI)
JKI Hauptsitz in Quedlinburg
JKI Hauptsitz in Quedlinburg

Das JKI betreibt in 17 Fachinstituten an zehn Standorten in Deutschland Agrarforschung für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die Arbeiten zielen auf die Gesunderhaltung unserer Kulturpflanzen ab. Pflanzenkrankheiten, Schaderreger, aber auch die genetische Ausstattung der Pflanzen sind Forschungsgegenstand. So trägt das JKI mit seiner Züchtungsforschung dazu bei, dass Sorten gezüchtet werden können, die weniger krankheitsanfällig bzw. stresstoleranter sind. Die Suche nach den genetischen Grundlagen der gewünschten Eigenschaften ist ein zentrales Arbeitsfeld am JKI-Hauptsitz Quedlinburg, wo vier Institute angesiedelt sind.

(www.julius-kuehn.de)

 

Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP)
CBP in Leuna © Fraunhofer CBP
CBP in Leuna © Fraunhofer CBP

Das Fraunhofer-Zentrum CBP in Leuna schließt seit 2011 die Lücke zwischen Labor und industrieller Nutzung. Durch die Bereitstellung von Infrastruktur und Technikums-/ Miniplant-Anlagen ermöglicht das Fraunhofer CBP Kooperationspartnern aus Forschung und Industrie die Entwicklung und Skalierung von biotechnologischen und chemischen Prozessen bis zum industriellen Maßstab. So entstand eine bisher einmalige Plattform zur Entwicklung neuer Verfahren bis in produktrelevante Dimensionen mit direkter Anbindung an die chemische Industrie einerseits und an die Fraunhofer-Forschung andererseits. Das Fraunhofer CBP hat seinen Fokus auf der Entwicklung nachhaltiger Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Herstellung von Produkten auf der Basis nachwachsender Rohstoffe. Ziel ist die kaskadenartige, stofflich-energetische Nutzung möglichst aller Inhaltsstoffe pflanzlicher Biomasse nach dem Prinzip einer Bioraffinerie. Am Fraunhofer CBP sind modular einsetzbare Prozesskapazitäten bis 10 m3 Fermentationsvolumen und kontinuierliche Anlagen bis 20 kg/h auch unter hohen Prozessdrücken sowie verschiedenste Aufbereitungs- und Aufarbeitungstechniken verfügbar. Mit diesem flexibel einsetzbaren Bioraffineriekonzept können Rohstoffe wie pflanzliche Öle, Cellulose, Lignocellulose, Stärke oder Zucker aufbereitet und zu chemischen Produkten umgesetzt werden.

(www.cbp.fraunhofer.de)

 

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
UFZ Standort Halle
UFZ Standort Halle

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur unter dem Einfluss des globalen Wandels. In enger Kooperation mit Entscheidungsträgern und Vertretern der Zivilgesellschaft werden Systemlösungen erarbeitet, um komplexe Umweltsysteme besser zu managen und Umweltprobleme zu überwinden. Die UFZ-Bioökonomie-Forschung ist auf die effiziente und nachhaltige Nutzung von erneuerbaren Ressourcen und eine interdisziplinäre Betrachtungsweise von Landwirtschaft, Ernährung und Technologie ausgerichtet.

(www. ufz.de)

Hochschule Anhalt
Hochschule Anhalt
Hochschule Anhalt

Die Hochschule Anhalt ist mit ca. 8.000 Studierenden eine der größten Fachhochschulen in Deutschland. Das Studienangebot beinhaltet mehr als 77 Bachelor- und Masterstudiengänge. Innerhalb der Hochschulen in Deutschland nimmt die Hochschule Anhalt eine Spitzenposition im Bereich der angewandten Forschung ein. Das gilt insbesondere für das „Kompetenzzentrum Life Sciences“. Die wichtigsten Forschungsbereiche im „Kompetenzzentrum Life Sciences“ sind:

  • Biotechnologie in den Bereichen Umwelt, Pharma, Lebensmittel u. Landwirtschaft
  • Funktionelle Wirkstoffe für Kosmetik u. Pharma, Lebens- u. Futtermittel sowie Pflanzenschutz
  • Nachwachsende Rohstoffe (stoffliche u. energetische Nutzung) Nachhaltige landwirtschaftliche Anbausysteme
  • Ökologie (Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen u. Renaturierung)

Im Bereich Bioökonomie sind vor allem die „AG Institut für Algenbiotechnologie (IAB)“, „AG Institute of Bionalytical Sciences (IBAS)“ und die „AG Feldversuche“ aktiv tätig.

(www.hs-anhalt.de)