BARLEY-NAM - Locating exotic genes that control agronomic traits under stress in a wild barley nested association mapping (NAM) population (Europäische Verbundforschung gefördert durch ERA-NET, ERA-CAPS)
Prof. Dr. Klaus Pillen mit Doktorand Andreas Maurer beim Begutachten der Heb-25-Gersten auf dem Julius-Kühn-Versuchsfeld in Halle (WCH/Michael Deutsch)
Prof. Dr. Klaus Pillen mit Doktorand Andreas Maurer beim Begutachten der Heb-25-Gersten auf dem Julius-Kühn-Versuchsfeld in Halle (Foto: WCH/ Michael Deutsch)

Auf der Suche nach den Genen der Wildgerste , welche die Kulturgerste vor Klimastress und genetischer Verarmung schützen


Die Lebensmittelproduktion nachhaltig zu gewährleisten, ist eine globale Herausforderung angesichts des Klimawandels. Hierzu bedarf es einer Revolution in der Pflanzenzüchtung, welche es ermöglicht, einen hohen und nachhaltigen Ertrag bei wechselnden Umweltbedingungen zu gewährleisten. Die Gene der wilden Vorfahren unserer modernen Kulturpflanzen bieten Allel-Varianten, die helfen können, dieses Ziel zu erreichen, da heutige Kulturpflanzen in ihrer Biodiversität zunehmend eingeschränkt sind. Die beiden wichtigsten Hindernisse für die erfolgreiche Nutzung von Wildarten sind, die vorteilhaften Wild-Allele zu finden und sie im Feldanbau zu testen.
Das Barley-NAM Projekt wird Wildgerste (Hordeum vulgare ssp. spontaneum) als Modellpflanze nutzen und neue, molekularbiologische und klassische Zuchtmethoden anwenden, um die Leistung von Elitegersten unter abiotischem und biotischem Stress zu verbessern. Dazu wird die nested association mapping (NAM) Methode auf die erste Getreide-NAMPopulation, HEB-25, angewendet. Das Barley-NAM Projekt wird sich in zwei Richtungen nützlich auswirken. Einerseits werden die Gene und Genvarianten, welche die agronomischen Merkmale der Gerste regulieren, in einem nie erreichten Detailgrad beschrieben. Auf dieser Basis können zukünftig auch Strategien für die Verbesserung von Weizen und Roggen abgeleitet werden. Andererseits können anschließend die merkmalsverbessernden Wildgersten-Allele in der Züchtung eingesetzt werden. Dies wird zu neuen Gerstensorten mit verbesserter Leistung führen und zugleich die biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit des Genpools der Elitegersten erweitern.

Laufzeit 01.07.2014 bis 30.06.2017

Projektkosten 1.479.350 €, davon Fördersumme 1.200.000 € (Anteil MLU 374.950 €)

Koordinator Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

Partner [5] Agricultural Research Organization, Israel
Hebrew University of Jerusalem, Israel
University of Dundee, Großbritannien
James Hutton Institute, Großbritannien
Julius Kühn-Institut, Deutschland