Herzlich Willkommen

Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung nach UNO-Schätzungen von heute knapp über 7 Milliarden auf deutlich über 9 Milliarden Menschen ansteigen. Und ein Ende des Bevölkerungswachstums scheint danach auch nicht in Sicht zu sein. Gleichzeitig werden die Erträge der weltweit zur Verfügung stehenden landwirtschaftliche Nutzflächen aufgrund des Klimawandels zurückgehen und fossile Energieträger werden in absehbarer Zeit erschöpft sein. Die Menschheit steht u.a. aus diesen Gründen vor einem Paradigmenwechsel im Umgang mit der Natur. Vorhandene biologische Ressourcen müssen durch innovative Verfahren nachhaltiger als bisher genutzt werden. Hier kann die Bioökonomie maßgeblich dazu beitragen, diesen Herausforderungen zu entsprechen. Die Grundlagen der Bioökonomie sind die biotechnologische Forschung und die daraus resultierenden Innovationen im Bereich der Agrarwirtschaft sowie aller produzierenden Sektoren und dazugehörigen Dienstleistungen, die biologische Ressourcen (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen) entwickeln, produzieren, verarbeiten oder in irgendeiner Form nutzen (siehe Definition Bioökonomie).

Pflanzen stellen eine zentrale Säule der Bioökonomie dar, da sie die Grundlage allen Lebens sind und durch die Photosynthese die stoffliche Basis liefern, auf der unsere Gesellschaft aufgebaut ist. Schon heute sind wir nicht nur bei unserer Ernährung von Pflanzen abhängig, sondern auch in wesentlichen Bereichen, wie z.B. der Pharma- und Kosmetikindustrie.

Die pflanzenbasierte Bioökonomie ist eine der Schlüsselindustrien des 21. Jahrhunderts, um die zukünftige Bereitstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen nachhaltig zu sichern und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu überwinden. Der WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH) vereint weltweit führende Experten auf dem Gebiet der Pflanzen-, Agrar-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, um diesen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.

 

 

Neuigkeiten

Prof. Dr. Christine Lang, Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens, Prof. Dr. Joachim von Braun © BMEL

Bioökonomierat übergibt Forschungsempfehlungen an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Die Vorsitzenden des Bioökonomierates haben am 23. Februar die neuen Ratsempfehlungen zur Weiterentwicklung der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" an Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), überreicht und erörtert.

„Deutschland zählt in der Bioökonomie sowie bei der Förderung einer biobasierten Hightech-Industrie zu den Pionieren. Diese Position lässt sich in Zukunft noch stärken, wenn Digitalisierung und Bioökonomie gemeinsam gedacht und verbunden werden“, heißt es in den Ratsempfehlungen. Das Beratungsgremium der Bundesregierung fordert zudem ein umfassenderes Begriffsverständnis der Bioökonomie. Demnach sollte die Forschungsstrategie für eine biobasierte Wirtschaft das gesamte Spektrum biologischer Ressourcen erfassen und mit den Schlüsseltechnologien der Lebenswissenschaften verknüpfen.

Gegenüber dem BMEL betonten die Vorsitzenden Prof. Christine Lang und Prof. Joachim von Braun die große Bedeutung des Ernährungs- und Agrarsektors für die Bioökonomie. Innovationen seien nicht nur zur Sicherung der Welternährung notwendig, sondern werden auch für Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz immer wichtiger, heißt es dazu in den Empfehlungen. Methoden zur Bewertung und Analyse der nachhaltigen Ressourcennutzung müssten dafür weiterentwickelt werden. Wichtige Forschungsfelder für den Agrarsektor seien zudem die Präzisionslandwirtschaft, moderne Züchtungsforschung, innovative biologische Pflanzenschutzsysteme sowie die Bodenforschung. „Die besorgniserregende Degradation fruchtbarer Böden in Kombination mit dem fortschreitenden Klimawandel erfordert einen raschen Ausbau der Forschungsanstrengungen“, sagte von Braun.

Lang unterstrich die Bedeutung von Nahrungsmittelinnovationen für Gesundheit, Ernährungssicherung und Umweltschutz: „Auch in Deutschland müssen wir uns damit auseinandersetzen, wie eine wachsende Weltbevölkerung mit hochwertigen Proteinen versorgt werden kann, oder wie eine nachhaltige Tierhaltung mit gesunden Futtermitteln aussehen wird.“ Von Braun verwies auch auf die Bedeutung der Forschung auf der Nachfrageseite der Bioökonomie, so empfiehlt der Rat Forschung zu langfristig effizienten Anreizen für einen biobasierten Konsum.

Download Ratsempfehlungen

Weiterlesen …

Netzwerken zur Bioökonomie (Foto: IMG/Sebastian Stolze)
Netzwerken zur Bioökonomie (Foto: IMG/Sebastian Stolze)

Bioökonomie MatchMaking „Vom Molekül zum Markt“

Der WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH) lädt Sie zu seinem Bioökonomie MatchMaking „Vom Molekül zum Markt“ am 07. März 2017 von 9-18 Uhr in die Aula der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale) ein.

Neben der Teilnahme an der Veranstaltung besteht auch die Möglichkeit für Sie mit einem Impulsreferat Ihr Unternehmen vorzustellen. Mit dieser für Sie kostenfreien Veranstaltung möchte der WCH Ihnen die Gelegenheit bieten, Ihr lokales Netzwerk im Bereich Bioökonomie zu erweitern und Forscher aus den elf WCH Mitgliederinstitutionen und Unternehmer aus der Region kennen zu lernen.

Etwa vierzig Forschungsthemen und Produkte werden von LeiterInnen aus den akademischen und wirtschaftlichen Bereichen in kurzen Impulsvorträgen vorgestellt. Neben den fachlichen Impulsvorträgen erwartet Sie ebenfalls eine gezielte Förderungsberatung für Unternehmer und Forscher seitens des Referats Forschungsförderung und -kooperation der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Für Ihr leibliches Wohl wird gesorgt.

Themenfelder

• Pflanzengenetik
• Pflanzenernährung
• Pflanzenschutz
• Pflanzenzüchtung
• Pflanzenbau
• Pflanzliche Wertstoffe, Sekundärstoffe und ihre Biosynthese
• Pflanzliche Produktion von Aromen und Wirkstoffen
• Biotechnologische Verfahren zur Gewinnung hochwertiger Substanzen
• Verbraucherakzeptanz und politische Rahmenbedingungen
• Maßnahmen für einen erfolgreichen Wechsel zur Bioökonomie

 

Anmeldung

• Für einen zehnminütigen Impulsvortrag (Anmeldefrist 12. Februar 2017)
• Teilnahme an der Veranstaltung (Anmeldefrist 28. Februar 2017)

Die Anmeldung erfolgt jeweils per E-Mail an: anne-laure.tissier@sciencecampus-halle.de

 

Veranstaltung

Bioökonomie MatchMaking Forscher-Unternehmer "Vom Molekül zum Markt"

7. März 2017

9-18 Uhr

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Universitätsplatz 11 | 06108 Halle (Saale)
Löwengebäude | Aula

Einladungsflyer

 

Weiterlesen …

Leibniz-WissenschaftsCampus "Eastern Europe - Global Area" offiziell eröffnet

Der neue Leibniz-WissenschaftsCampus "Eastern Europe - Global Area" ist in seine aktive Arbeitsphase gestartet. Im Rahmen der konstituierenden Sitzung im Centre for Area Studies der Universität Leipzig unterzeichneten Vertreter der beteiligten acht Universitäten und Forschungseinrichtungen aus der Wissenschaftsregion Leipzig-Halle-Jena den Kooperationsvertrag.

Ziel des zunächst für vier Jahre eingerichteten Leibniz-WissenschaftsCampus "Eastern Europe - Global Area" ist die Erforschung von Globalisierungsprozessen im östlichen Europa. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Gesellschaften und Akteure der Region in globalen Prozessen und Konflikten positionieren. Die beteiligten Wissenschaftler werden dabei eng mit Partnern im östlichen Europa zusammenarbeiten und gemeinsam den gesellschaftlichen Diskurs über die Region durch Wissenstransfer begleiten. Fester Bestandteil des Campus ist zudem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen von internationalen und interdisziplinären Studiengängen.

Unter Federführung des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) und des Centre for Area Studies (CAS) der Universität Leipzig arbeiten acht Verbundpartner zusammen. Darunter das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) in Halle (Saale), welches sich bereits seit 2011 an dem WissenschafstCampus Halle - Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH) beteiligt. Weitere Partner sind das Institut für Geographie der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena, das Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien, ein kooperatives Projekt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der FSU Jena, das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig, das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) in Leipzig sowie das Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung (MPI) in Halle (Saale).

Leibniz-WissenschaftsCampi ermöglichen eine thematisch fokussierte Zusammenarbeit im Sinne einer gleichberechtigten, komplementären, regionalen Partnerschaft. Sie sind darauf angelegt, den Forschungsbereich weiter zu entwickeln, das wissenschaftliche Umfeld für diese Thematik zu stärken und den Standort sichtbarer zu machen. In ganz Deutschland gibt es mittlerweile 19 Leibniz-WissenschaftsCampi. Hier forschen Leibniz-Einrichtungen und benachbarte Hochschulen gemeinsam zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen.

 

Weiterlesen …

Gefördert durch

Hugo Junckers Preis Signet

Links

Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie

Spitzencluster BioEconomy

BioÖkonomieRat

European Commission: Website zum Thema Bioökonomie

The International Consortium on Applied Bioeconomy Research

Wissenschaft in Halle

Hochschulkooperationen der Leibniz Gemeinschaft

Film: Bioökonomie im Alltag

 

Gründungsmitglieder Assoziierte Mitglieder
WCH-Gruendungsmitglieder WCH-Assoziierte Mitglieder